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Kirchliche Bestattung

Angehörige von christlichen Religionsgemeinschaften werden nach ihrem Tode üblicherweise auf Friedhöfen im Rahmen einer kurzen Andacht beigesetzt.



Siehe auch

portal: Tod
  • Bestattungspflicht, Bestattungsrecht, Bestattungsgesetz
  • Beinhaus, Epitaph, Umbettung, Beweinkaufung, Nekrolog
  • Bestattungsritus, Todaustragen, Herzbestattung
  • Seeurne, Sepulkralkultur, Bestattungsverfügung,


Weltliche Bestattung

Wenn der Verstorbene keiner Religionsgemeinschaft angehört hat, oder eine religiöse feier zur Bestattung nicht gewünscht wird, kann im Rahmen der Bestattung eine weltliche Trauerfeier stattFinden, die meist von einem freiberuflichen Trauerredner oder auch einem Redner einer Weltanschauungsgemeinschaft geleitet wird.



Bestattung als Dienstleistung

Was früher Aufgabe der familie war, hat sich in den meisten Industriegesellschaften zu einer Dienstleistung entwickelt, die von gewerblichen Bestattungsunternehmen erbracht wird. Inzwischen gibt es in Deutschland sogar eine anerkannte Berufsausbildung zum Bestattungsfachangestellten.

Daneben spielen gesetzliche und hygienische Aspekte eine Rolle bei der Entscheidung darüber, wie Bestattungen durchgeführt werden.Die Gründe für die Delegation der Bestattungsmaßnahmen an einen Dienstleister liegen nicht zuletzt in einer Ausgrenzung von Sterblichkeit und Tod aus dem Wahrnehmungshorizont der gesellschaft, was zu diffusen Ängsten vor dem Tod führt und eine Abneigung bewirkt, sich den damit zusammenhängenden Fragen zu widmen. Zudem wären viele menschen wohl überfordert, wenn sie in der Trauerzeit eine Beerdigung von A - Z selbst oganisieren müssten.

In Deutschland ist das Bestattungswesen durch Landesbestimmungen gesetzlich geregelt (Bestattungsgesetze, friedhofsgesetze, Leichenverordnungen) und wird durch örtlich erlassene Friedhofsordnungen umgesetzt. Aus diesen Regelungen geht insbesondere hervor, dass Verstorbene normalerweise auf den dafür vorgesehenen öffentlichen Friedhöfen beigesetzt werden müssen. Alternative Bestattungsformen wie die Beisetzung in einem Friedwald stellen dagegen noch eine sehr seltene Ausnahme dar.

Der Wegfall dieser Bedarfsprüfung nützt in erster Linie großen überRegional tätigen unternehmen, welche mit finanzstarken Investoren im Hintergrund versuchen kleinere unternehmen "auszusitzen". Erst in den letzten jahren wurde auch das Bestattungswesen dahingehend liberalisiert, dass ein jeder, der über den Befähigungsnachweis für das Gewerbe verfügt, ein Bestattungsunternehmen eröffnen kann. Diese können in der Hand einer Glaubensgemeinschaft oder der Kommune sein.In Österreich werden die friedhofsordnungen von den Friedhofsverwaltungen erlassen. Bis 2002 war für die Erlangung einer Konzession der Nachweis des Bedarfs nötig. Durch diese Zugangsbeschränkung wollte der Gesetzgeber einen unschönen Konkurrenzkampf unterbinden. Derartige Entwicklungen sind bereits in Kärnten und der Steiermark zu beobachten.

Diese Marktzugangsbeschränkung wurde oft fälschlich als „Monopol“ bezeichnet.Früher war es zwar jedem Bestattungsunternehmer in der Bundesrepublik Deutschland möglich, Begräbnisse im gesamten Bundesgebiet durchzuführen (auch dort wo bereits ein anderes unternehmen tätig war), er konnte dort jedoch kein weiteres unternehmen gründen, wenn der „Bedarf“ bereits durch ein anderes unternehmen gedeckt wurde. Den Bestatter konnte man somit immer frei wählen, wobei es in den meisten Fällen sinnvoll war, ein Unternehmen aus der Nähe zu beauftragen.

Wird die Benutzungsgenehmigung nicht verlängert, so spricht man von einem Anheimfallen einer Grabstelle. Für die Grabstellen selbst müssen an die friedhofsbetreiber jeweils Benutzungsgebühren für zehn Jahre im Voraus bezahlt werden. Aber auch diese werden langsam ausgegliedert.In den Städten gibt es auch unternehmen, die der Kommune selbst gehören. Bei einer neuerlichen Bestattung im selben Grab beginnen die zehn Jahre neu zu laufen. Die friedhofsverwaltung kann sie neuerlich vergeben.

Hierunter versteht man die mit sparsamsten Mitteln durchgeführte Urnenbestattung auf öffentlichen Friedhöfen, wenn es nicht möglich ist, die Angehörigen eines Verstorbenen zu ermitteln. Jahrhunderts zu einem deutlichen Anstieg der Zahl von Zwangsbeisetzungen geführt.Anonymisierte Lebensverhältnisse (besonders in durch Zuwanderungen wachsenden Städten und später GroßStädten), das Aufbrechen der familienbande und nicht zuletzt die vom staatlichen Sparzwang diktierten Streichungen von Zuschüssen zu den Begräbniskosten (Sterbegeld) haben bereits im europäischen Mittelalter zur Gründung von Beerdigungs-Genossenschaften und zu Beginn des 21.




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