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Literatur

  • Asfa-Wossen Asserate: "Manieren". Eichborn-Verl., Frankfurt am Main 2003. 388 S. ISBN 3-8218-4739-5 (unter Mitwirkung von Martin Mosebach)
  • Karlheinz Graudenz, Das Buch der Etikette, unter Mitarbeit von Erica Pappritz. Marbach am Neckar: Perlen-Verlag, 1956).
  • Karlheinz Graudenz/ Erica Pappritz, Etikette neu, 12., völlig neu bearb. Aufl. (München: Südwest-Verlag, 1971), ISBN 3-517-00026-4.


Händeschütteln

Wenn es gelingt, ist ein eventueller Geschäftsabschluss oft weniger wichtig als diese kleine Gastfreundschaft. Manchmal versucht er, einen 'unruhigen Gast' noch rechtzeitig zu einem Glas Tee zu bewegen. Für uns ist das Wort Palaver eher negativ belegt, doch hat es in wärmeren Ländern auch den Zweck, das Gegenüber vor den entscheidenden Gesprächsphasen etwas näher kennen zu lernen. + - + - In SüdostEuropa, im Orient oder gar in der Volksrepublik China und Japan gilt es als unfein, ein Gespräch zu rasch zum Kern der Sache zu bringen. Noch mehr aber, wenn der Herr seine Lippen tatsächlich auf die Hand drückt. Denn wenn die Dame ihre Hand zu deutlich (oder zu wenig) hebt, kann es peinlich sein. Doch ist es ohne gewisse Übung (beidseits) besser, darauf zu verzichten. + - + - Auf 'vornehmen' Veranstaltungen ist nur noch selten der Handkuss üblich. Männer mit schwachem Händedruck können beim Gegenüber den Eindruck einer nicht selbstbewußten Person vermitteln. In Mitteleuropa steht ein Mann stets auf, wenn er einer Person die Hände schüttelt. Es wird jeweils die rechte Hand geschüttelt.- + - Wenn wir jemandem die Hand reichen, und er/sie lässt sie zu lange nicht aus, empFinden wir das als aufdringlich. Aber bereits in Italien, noch mehr aber in Nahost könnte ein zu kurzer Händedruck als gezwungene, nur kühle Begrüßung gedeutet werden. In großen Teilen Afrikas muss sogar ein richtiggehendes Palaver vorangehen - umso länger, je wichtiger die Angelegenheit und je hochgestellter die Beteiligten sind. + - + - Ein Ladenbesitzer in einem Basar ist enttäuscht, wenn ein potentieller Kunde, der nicht fündig wird, sich zu rasch zum Gehen wendet.




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